Krisenvorsorge für Senioren
Wenn Routinen wegfallen, wird es schnell kritisch
Für viele ältere Menschen ist der Alltag gut eingespielt. Feste Zeiten, bekannte Abläufe, vertraute Wege.
Genau das wird in einer Krise zum Problem, wenn plötzlich Strom, Wasser, Kommunikation oder Mobilität eingeschränkt sind.
Krisenvorsorge für Senioren bedeutet deshalb vor allem eines: Stabilität erhalten, nicht Autarkie herstellen.
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Grundprinzip der Krisenvorsorge für Senioren
Die Prioritäten sind klar:
Medikamente und Gesundheit
Kommunikation und Erreichbarkeit
Wasser und Nahrung
Licht und Wärme
Orientierung und Unterlagen
Klartext
Gute Vorsorge für Senioren ist leise, einfach und redundant.
1. Medikamente
Viele Senioren sind auf regelmäßige Medikamente angewiesen.
Ein Stromausfall oder Lieferengpass darf hier nicht zur Unterbrechung führen.
Sinnvoll ist:
– Medikamentenvorrat für mehrere Tage
– aktueller Medikamentenplan in Papierform
– klare Kennzeichnung und einfache Handhabung
Aus der Praxis
In Krisen scheitert Versorgung häufig nicht an Medikamenten selbst, sondern an fehlenden Plänen oder unklarer Einnahme.
Meine Empfehlungen
Legen Sie eine Dokumentenmappe mit den wichtigsten Unterlagen an. Das ist nicht nur für eine Krise, sondern auch dann relevant, wenn Sie z.B. den Rettungsdienst verständigen:
- Medikamentenplan
- Arztbriefe der letzten Monate
- Kontaktdaten zu Angehörigen, Hausarzt, Pflege
- Vorsorgeunterlagen sowie Patientenverfügung
2. Kommunikation: erreichbar bleiben
Ohne Strom funktionieren Festnetztelefone, Router und Notrufsysteme oft nicht.
Für Senioren sinnvoll:
– Mobiltelefon mit einfacher Bedienung
– Powerbank für mehrere Ladevorgänge
– klare Liste mit Notfallkontakten
Praxis-Hinweis
Ein aufgeladenes Handy ist im Ernstfall wichtiger als jede App.
Meine Empfehlungen
3. Wasser und Nahrung
Wasser
– mindestens 2 Liter pro Person und Tag
– leicht zu öffnende Flaschen
– gut erreichbar gelagert
Nahrung
Geeignet sind:
– vertraute Lebensmittel
– Konserven mit Ringpull
– haltbare Fertiggerichte
– Zwieback, Suppen, Breie
Klartext
Neue oder ungewohnte Nahrung ist im Alter keine gute Idee – auch nicht im Notfall.
4. Licht: Sicherheit statt Atmosphäre
Dunkelheit erhöht das Sturzrisiko erheblich.
Es ist daher sinnvoll, Stromausfall-Lampen zu installieren, die bei einem Stromausfall automatisch die Wohnung beleuchten. So verhindert man, dass die Seniorin oder der Senior durch die dunkle Wohnung irren muss, um eine Taschenlampe zu finden.
Tipp
Noch ein kleiner Tipp im Allgemeinen: Schaffen Sie Ihre Teppiche aus der Wohnung. Teppiche sind die schlimmsten Stolperfallen in einer Wohnung und haben insbesondere bei älteren Personen nichts mehr auf dem Boden zu suchen. Stürze sind einer der Hauptgründe für dauerhafte Immobilität im Alter.
6. Der Fluchtbeutel
Ein klassischer „Fluchtrucksack“ ist für viele Senioren ungeeignet.
Was sinnvoll ist: ein kleiner, leichter Beutel.
Inhalt:
– Medikamente für 1–2 Tage
– Unterlagenkopien
– Handy + Ladekabel
– etwas Bargeld
– Brille, Hörgerätebatterien
Meine Empfehlung
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